Der Morgen danach German Erotica

Der Morgen danach

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Morgen würde sie nicht alleine erwachen. Zumindest einen Kater hatte sich Rahel heute abend schon angetrunken. Da sie dem Bier absolut nichts abgewinnen konnte, hielt sie sich an stärkere Sachen, die auch stärker wirkten. Sie wusste es, doch sie trank weiter. Wozu sollte sie denn auch nüchtern bleiben?

Schon etwas angesäuselt schaute sich Rahel in der Kneipe um. Hier war sie noch nie gewesen. Die Tische standen eng zusammen, an der Bar sassen einige Gestalten, die wahrscheinlich einen ähnlichen Promillegehalt im Blut aufwiesen wie sie selbst. Von irgendwo plärrte die Musikbox einen uralten Hit in die rauchgeschwängerte Luft, während am einzigen Billardtisch des Lokals zwei Spielerinnen von ihrer Umgebung nichts mehr wahrnahmen. Rahel suchte Sally, die vor einiger Zeit zur Toilette verschwunden war. Sally sass an der Bar und unterhielt sich mit einer Frau in Schwarz. Ab und zu blickten sie zu ihr herüber, lachten, steckten die Köpfe wieder zusammen und tuschelten weiter. Rahel nahm einen tiefen Schluck und versuchte sich zu erinnern, das wievielte Glas Martini dies heute abend schon war. Sie kam zu keinem Ergebnis.

Der Tag hatte angefangen wie unzählige zuvor. Aufstehen, duschen, schnell einen Kaffee trinken, mit der überfüllten U-Bahn zur Stadtmitte, drei Stockwerke hochhetzen und dann das freundliche «Guten Morgen» des Computers hören. Den ganzen Tag hackte sie auf der Tastatur herum, hoffte, dass ihre Ideen kreativ genug für den nächsten Werbekunden der Firma waren und wartete im Grunde darauf, dass es wieder Abend wurde. Dann würde sie losziehen, durch Bars, Discos und Kneipen. Sie würde irgendwo auf dem Weg jemanden treffen, der sie verstand, jemanden, der ihr endlich die Traurigkeit nahm. Fünf Jahre ging das schon so, doch diesen jemand hatte sie noch immer nicht gefunden. Stattdessen gestand sie sich ein, dass sie mit ihren fast vierzig Jahren auf dem besten Weg zur Alkoholikerin war.

Nach Dienstschluss hatte die ganze Belegschaft noch zu einer Info-Sitzung antreten müssen. Ein neues Web-Werbekonzept sollte besprochen und in die Wege geleitet werden. Für die Präsentation war Sally aus der Web-Abteilung zuständig gewesen. Rahel hatte sie schon bei anderen Gelegenheiten gesehen, doch nie war sie mit dieser lebhaften, humorvollen, reifen Brünetten ins Gespräch gekommen. Aus der Ferne schwärmte sie ein bisschen für diese lebenslustige Frau, doch sie hätte sich nie träumen lassen, dass sie einmal mit ihr durch die mitternächtliche Grossstadt ziehen würde.

Nach der gelungenen Präsentation heute abend hatte sich Sally auf den freien Stuhl neben Rahel gesetzt. Sie hatten den Ausführungen des Chefs scheinbar interessiert gelauscht, doch nebenbei hatte die eine die andere eingehend gemustert, heimlich natürlich. Schliesslich war die salbungsvolle Ansprache überstanden, das Sitzungszimmer leerte sich. Sally stand auf und fragte:

«Hat jemand Lust, essen zu gehen?» Drei andere Kollegen und Kolleginnen fanden den Vorschlag ebenso gut wie Rahel. Nach dem unterhaltsamen Essen – Sally hatte wirklich eine trockene Art Humor – war die Gruppe allmählich auseinandergebröckelt. Es war Freitagabend, Verabredungen winkten.

Die Nacht war schon etwas fortgeschritten, Rahel und Sally sassen in einer Disco, versuchten sich zu unterhalten. Sally gab Zeichen: «Lass uns rausgehen.»

Sie unternahmen einen längeren Spaziergang dem Fluss entlang, redeten über Gott und die Welt, über Musik und Kunst, über leben und leben lassen. Es war Oktober, die Nächte wurden kühl. Die beiden Frauen einigten sich auf einen wärmenden Schlummertrunk in einer – wie Sally betonte – ganz netten Bar in der Nähe.

Der Spaziergang hatte Rahel ziemlich verwirrt. Erstmals seit langer Zeit hatte sie sich einem Menschen wieder nahe gefühlt. Irgendwie schienen sie die gleiche Sprache zu sprechen, wenn sie schwiegen, war es ein gutes, stimmiges Schweigen. Sie konnten über die gleichen Dinge lachen, sich über die gleiche Art Menschen aufregen und sangen die gleichen Lieder. Vielleicht wäre es klüger gewesen, einfach nach Hause zu gehen. Sie wäre einigermassen nüchtern zu Bett gegangen und hätte ein ziemlich nüchternes Wochenende vor sich gehabt, dachte Rahel und war froh, dass sie noch in die Bar mitgegangen war. Ein nüchternes Wochenende bedeutete ein leeres, selbstzerstörerisches Wochenende.

Rahel blickte wieder zu Sally. Sie war noch immer ins Gespräch vertieft. Sie ist schön, dachte Rahel. Schön, anziehend, intelligent, offen, charmant und wahrscheinlich hetero. Spätestens hier war ein grosser Schluck Martini fällig. In ihren 38 Jahren auf dieser Welt hatte es Rahel noch immer nicht geschafft, zu ihrem Lesbischsein zu stehen. Nachdem die letzte Beziehung auseinandergebrochen war, hatte sie sich in Affären gestürzt, die nie lange genug dauerten, um ihr ein Bekenntnis abzunötigen. Nie hatte sie Probleme gehabt mit ihrem versteckten Leben, denn die Frauen berührten immer nur ihren Körper nie aber ihr Herz.

Wenn Sally nun lesbisch wäre? Dann wäre sie in ernsthaften Schwierigkeiten, denn sie mochte diese Frau. Eine Affäre kam mit ihr nicht in Frage, dafür war von Rahels Seite schon zuviel Gefühl im Spiel. Beim Blick in Sallys grüne Augen schmolz Rahel wie Butter in der Sonne. Das Herz klopfte ihr bis zum Hals, wenn sie die Stimme im Büro vernahm, was allerdings selten vorkam, da die Frau ihrer Tagträume in einer anderen Abteilung arbeitete. Heute abend hatte sie Sally so nah wie noch nie bei sich gespürt. Das war fast zuviel. Es ist zuviel, sagte sich Rahel und beschloss, der Schwärmerei, die sich dem Verliebtsein verdächtig ähnlich anfühlte, ein Ende zu setzen. Ich werde gehen, mich irgendwie abseilen und darauf achten, nicht mehr in ihre Nähe zu kommen. Ich will kein Hetero-Fiasko, keine Zurückweisung, kein mitleidiges Lächeln, das auf mein Bekenntnis folgen würde, dachte Rahel.
Plötzlich stand Sally vor ihr, lachte sie an.

«Hast du Lust zu tanzen?» fragte sie aufgedreht.

«Oh, nein, ich glaube, ich habe schon zuviel getrunken», wehrte Rahel ab. Das hatte ihr gerade noch gefehlt.

«Ich halte dich, du wirst schon nicht fallen», hakte Sally nach.

«Was? Nein, das geht doch nicht», stammelte Rahel. War die denn von allen guten Geistern verlassen? Tanzen in einem öffentlichen Lokal, sie zusammen? Das konnte sie unmöglich ernst meinen. Sie war doch hetero. Oder etwa nicht? Oder hatte sie auch schon einen in der Krone? Ja, das muss es wohl sein, sonst würde sie doch nie und nimmer in einer Bar so etwas auch nur denken!

Sally stand noch immer am Tisch, wartete und wippte dabei im Takt des Liedes, das aus der Jukebox erklang. Rahel schüttelte den Kopf:

«Ich kann wirklich nicht. Mir ist nicht gut. Ich muss nach Hause, so lange ich noch gehen kann.» Sie stand auf, legte einen Schein auf den Tisch und ging zur Tür ohne eine Antwort abzuwarten.

Rahel hatte ihre Strasse schon fast erreicht, als sie Sally atemlos einholte.

«Was ist denn in dich gefahren, verdammt noch mal!» schimpfte sie. «Rennst einfach davon, spurtest durch die Strassen wie eine Marathonläuferin, wirst fast umgefahren, hörst nicht auf mein Rufen. Fliehst du vor mir? Was habe ich dir getan?»

Rahel war stehengeblieben und starrte Sally ungläubig an.


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«Was ist? Würdest du mir bitte antworten?» Sally war offensichtlich wütend, ihr Gesicht glühte, es sah hübsch aus.

«Wieso bist du mir nachgelaufen? Ich gehe doch nur nach Hause, es war ein langer Tag und habe zuviel getrunken, um noch geistreiche Gespräche oder gar Diskussionen zu führen», gab Rahel unsicher zurück.

«Es ist kalt», stellte Sally unnötigerweise fest. «Wohnst du in der Nähe?» –

«Ja, gleich da vorn.» –

«Worauf wartest du noch? Du wolltest doch nach Hause. Dann kannst du mir erklären, was ich angestellt habe, dass du vor mir davonläufst und vielleicht krieg ich dann auch noch einen Kaffee zum Aufwärmen». Sally liess sich nicht abschütteln. Rahel gab nach, sie wollte nicht auf der Strasse diskutieren, dazu war sie wirklich zu müde, zu verwirrt und zu angesäuselt. Nein, das stimmte nicht, denn die kalte Nachtluft und Sallys Empörung hatten sie wieder nüchtern gemacht.

Der Kaffee dampfte in den grossen Tassen, die beiden Frauen sassen sich gegenüber.

«Ich wollte doch nur mit dir tanzen. Was ist denn da dabei?» fragte Sally. Sie kam gleich zum Punkt, Rahel wand sich.

«Tanzen, ausgerechnet mit mir», sagte sie unsicher, «und das in einem öffentlichen Lokal, wie sieht denn das aus?» So, jetzt hatte sie’s gesagt. Rahel atmete erleichtert aus. Wenn sie’s jetzt nicht merkte, dann war dieser Frau wirklich nicht zu helfen. Sally lachte, lachte aus vollem Hals und konnte gar nicht mehr aufhören.

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Im Restaurant

«In einem öffentlichen Lokal! Oh, Rahel, in einem öffentlichen Lokal! Habe ich dich falsch eingeschätzt? Magst du mich nicht?» Sally war genauso plötzlich wieder ernst. Sie blickte Rahel in die Augen, fragend, zweifelnd, fast ängstlich.

«Jetzt habe ich mich sehr weit aus dem Fenster gelehnt», murmelte sie.

«Falsch eingeschätzt? Wie meinst du das?» fragte Rahel. Sally antwortete nicht, sie studierte interessiert die Kaffeetasse vor sich. Hals und Kopf leuchteten rot, die Schultern waren verkrampft. Rahels Verwirrung wuchs.

«Doch, ich mag dich», versuchte sie das nun drückende Schweigen zwischen ihnen zu überbrücken. «Ich finde dich wirklich nett, sympathisch. Aber …» Sie schwieg. Ich kann ihr doch nicht sagen, dass ich mich in sie verliebt habe, dass ich sie berühren möchte, dass eine Freundschaft – so unter Kollegen – einfach zu wenig ist, dass ich von ihr träume, dass ich demnächst den Job künden muss, um ihr nicht über den Weg zu laufen, dass ich mich nach ihr sehne, nach heute abend noch mehr als je zuvor. Rahels Gedanken überschlugen sich. Wie konnte sie diese Frau aus der Wohnung komplimentieren ohne sie ganz aus ihrem Leben zu verbannen. Wahrscheinlich blieb ihr gar keine Wahl. Dieser Abend hatte ihr langweiliges, freudloses Leben grundlegend erschüttert. Es würde wieder langweilig und freudlos sein, wenn Sally gegangen war, noch langweiliger und noch freudloser, denn da würde auch Alkohol nicht mehr helfen.

Irgendetwas hatte sich in der kleinen Küche verändert. Rahel merkte es, ohne aufschauen zu müssen. Als sie dann den Blick doch hob, war der Stuhl gegenüber leer. Sie ist einfach gegangen, es ist vorbei, ehe es angefangen hat. Verzweifelt schloss sie die Augen. Da spürte sie eine Hand auf der Schulter.

«Sally?» –

«Ja?» –

«Ich möchte nicht, dass du gehst!» Grundgütiger, das hatte sie doch nicht wirklich gesagt? Rahel drehte sich um, starrte in Sallys Augen.

«Ich habe die Signale nicht falsch gedeutet», lächelte Sally. Ehe Rahel fragen oder sich wundern konnte, spürte sie Sallys Lippen auf ihrem Gesicht. Rahels Körper reagierte sofort. Sie zog Sallys Kopf zu sich herab, suchte ihren Mund. Ihr Kuss war hungrig, ohne lange zu tasten, öffnete sie die weichen Lippen. Sally hatte sie erwartet. Sie erwiderte den Kuss ebenso hungrig und leidenschaftlich. Die Luft war aufgeladen mit Spannung und Lust, mit dem Stöhnen der beiden Frauen, die sich nicht mehr voneinander lösen konnten. «Ich will dich, ich will dich sofort», keuchte Sally. «Bitte, Süsse, berühr mich, bitte!» Rahel konnte die Worte nur erahnen, denn in ihrem Kopf purzelten Gedanken, Geräusche, Gerüche und Farben wild durcheinander. Ihr ganzer Körper befand sich in hellem Aufruhr, ihr Herz drohte zu zerspringen.

Wie sie den Weg ins Schlafzimmer gefunden hatten und wo ihre Kleider geblieben waren, konnte keine der beiden mehr nachvollziehen. Sie lagen auf dem Bett, eng umschlungen küssten sie sich. Die Hände griffen begierig nach den nackten Körpern, nach Brüsten, nach Schenkeln, nach Hüften.

«Bitte, Sally!» Rahel erkannte ihre Stimme nicht mehr. Sie wollte nur noch diese Frau spüren, ihre Hände, ihren Mund, ihren Körper. Sie wollte in ihr aufgehen, sie in sich hineinziehen. Himmel, war sie schön, weich, stark, sinnlich. Ich träume, ganz sicher. Rahel lag unter Sally, nahm ihren Körper nicht mehr wahr, da war nur noch Gefühl, nur noch Lust, nur noch Leidenschaft. Sallys Hände streichelten sie, wanderten an ihr hinunter.

«Schön, du bist so schön», murmelte sie dicht an Rahels Ohr. Rahel konnte nichts mehr antworten, die Erregung nahm ihr den Atem. Sie presste sich an Sallys Körper, umschlang sie mit ihren Beinen.

Sally bewegte sich langsam. Ihr Streicheln wurde ruhiger, zärtlicher. Sie berührte Rahels Brüste ganz sanft mit ihren Lippen, doch die Stichflamme, die durch Rahels Unterleib raste, liess diese laut aufstöhnen. Sally saugte an einer Brust, während sie die andere mit den Fingerspitzen streichelte. Die Brüste schwollen an, schmerzten schon fast, die Brustwarzen standen weit heraus und waren hart. Sally seufzte zufrieden über ihr – und streichelte sie betörend langsam weiter. Die Zunge suchte sich ihren Weg über Rahels Bauch. Beim Nabel verweilte sie, glitt frech hinein, kitzelte. Rahel wusste nicht, auf welchen Reiz sie reagieren sollte, auf die Zunge im Nabel, auf die streichelnden Hände auf ihren Brüsten oder den Druck von Sallys Schenkel gegen ihre Mitte.

«Ich kann nicht mehr, Sally. Bitte berühr mich», stöhnte Rahel unter Aufbietung der ganzen Konzentration. Diese Frau machte sie wahnsinnig. So erregt war sie schon lange nicht mehr gewesen – oder überhaupt noch nie gewesen. Endlich spürte sie, wie Sally über mit der einen Hand über die Schamlippen strich.

«Du bist nass», stellte sie überflüssigerweise fest. «Sehr, sehr nass.»

Die Befriedigung in ihrer Stimme war nicht zu überhören. Sally teilte die Schamlippen und – endlich – fühlte Rahel die langen, zärtlichen Finger in sich. Sie strichen langsam über ihre Mitte, berührten aber die Perle nicht. Rahel wand sich der Hand entgegen, wollte den Druck verstärken, doch Sally zog sie zurück. Stattdessen glitt sie mit der Zunge zwischen die geschwollenen Lippen. Rahel zuckte vor Überraschung zusammen. Die Zunge strich über die Klit, tauchte in die Nässe, drang leicht in sie ein und spielte knapp hinter dem Eingang herum. Ich kann nicht mehr, dachte Rahel verzweifelt. Sie fühlte die Welle des Orgasmus kommen, doch sie wollte die Nähe bewusst wahrnehmen, die Zärtlichkeit, mit der sie verwöhnt wurde. Trotzdem bewegte sie sich immer schneller unter dem sinnlichen Mund, presste ihren Unterleib gegen die streichelnde Zunge. Sally übernahm ihren Rhythmus und beschleunigte ihn. Sie stiess mit der Zunge tief in sie hinein, glitt wieder heraus, ganz langsam und wieder hinein. Ihre Finger strichen gleichzeitig über die geschwollene Perle. Plötzlich hörte sie auf, nur eine Sekunde, dann drückte sie die Zunge auf Rahels Klit und saugte sie tief in ihren Mund. Rahel kam mit einem Schrei, liess sich von der Welle mitreissen und gab sich ganz dem Taumel des Orgasmus hin.

Atemlos und erschöpft lag Rahel in Sallys Arm, die sie zärtlich streichelte. Sie küsste ihr schweissnasses Gesicht, ihren Hals.
«Ich bin glücklich», murmelte Rahel.

«Ich auch», lächelte Sally und küsste sie auf den Mund. Rahel genoss den Geschmack ihrer eigenen Erregung und fühlte, wie die Lust zurückkehrte. Sie umarmte Sally, zog sie auf sich und drehte sich mit ihr um. Sie wollte Sallys Körper lieben, ihn in vollen Zügen auskosten und ihn in sich aufnehmen. Sally lag entspannt unter ihr und gab sich dem Streicheln hin. Die Leidenschaft kehrte zurück, als Rahel die Kuhle über dem Schlüsselbein küsste. Sally stöhnte. Als nächste keuchte sie und einige Zeit später – Rahel liess sich viel Zeit – schrie sie, verkrampfte sich und klammerte sich an Rahel wie eine Ertrinkende. In dieser Nacht herrschte kaum fünf Minuten Stille im kleinen Schlafzimmer. Erst als der Morgen dämmerte, schliefen die beiden Frauen satt und zufrieden in ihrer Umarmung ein.

Rahel erwachte als erste. Sie blickte auf das entspannte Gesicht neben sich. Sie lächelte, fühlte sich wunderbar geborgen. Ich bin absolut glücklich, dachte sie – und war überrascht. Vom vielen Alkohol spürte sie nichts, ihr Körper fühlte sich leicht und weich an. Sie lächelte noch immer als Sally die Augen aufschlug.

«Der Morgen danach», sagte diese, griff nach Rahel und zog sie in ihre Arme.

«Wie geht es dir? Bist du in Ordnung?» fragte sie, als Rahel nichts antwortete.

«Ich glaube, mir geht es gut», sagte sie schliesslich. Ihr würde es besser gehen, dachte sie, wenn es noch viele solche Morgen danach gäbe, doch das war nun wirklich zu vermessen.

«Weisst du», Sally blickte sie unsicher an, «mir ginge es gut, wenn die Aussicht auf viele Morgen danach mit dir bestünde.»

Nun lachte Rahel, umarmte ihre Geliebte – und fühlte sich mehr als nur gut am Morgen danach.

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