Gebrochene Hausfrau in der Hütte: Analvergewaltigung und Wald-Gangbang

Gebrochene Hausfrau in der Hütte: Analvergewaltigung und Wald-Gangbang

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Schwarzwald, im Jahr des Herrn 1523, kurz vor Michaelis. Die Tannen standen so dicht um die Waldhütte, dass der Tag dort drinnen schon am Nachmittag starb. Rauch aus dem Herdloch zog flach unter die Firstbalken, mischte sich mit Harz, nassem Stroh und dem Geruch von getrocknetem Beifuß, den Greta an die Decke gehängt hatte, weil das zum Spiel gehörte. Ohne den Beifuß, sagte sie immer, glaube das Dorf nicht an die Hexe. Und ohne das Dorf glaube Klaus nicht an die Hexe. Und ohne Klaus, sagte sie leise, wenn niemand zuhörte, lohne sich das ganze Theater nicht.

Greta war fünfundvierzig und sah aus wie eine Frau, die drei Kinder ausgetragen, zwei begraben und eines nach Straßburg verheiratet hatte. Breite Hüften, schwere Brüste, die das Mieder des Dirndls nach oben drückten, Adern auf dem Handrücken, ein Mund, der zu oft geschwiegen hatte. Im Dorf nannte man sie die weise Frau, hinter vorgehaltener Hand die Hexe vom Hang. Sie kannte Kräuter, setzte Knochen, nahm den Mädchen die ungewollten Kinder und den Männern das Fieber. Dafür bekam sie Brot, Speck, manchmal ein Huhn. Und Gerüchte.

Die Gerüchte waren der Anfang des Spiels gewesen.

Vor drei Jahren hatte Klaus, der Müllersohn, nachts an ihrer Tür gestanden, nass vom Regen, und gesagt, er habe gehört, sie könne einem Mann den Willen nehmen. Greta hatte ihn angesehen, lange, und dann gefragt, ob er das wolle oder nur davon reden. Er hatte gesagt: beides. Sie hatten die Regeln in derselben Nacht festgelegt, auf dem groben Tisch, bei einer Kerze, mit einem Stück Kreide, das sie hinterher auswischten.

Regeln: Es ist ein Spiel. Es bleibt ein Spiel. Das Safe-Wort ist „Lindenblüte“. Wenn einer „Lindenblüte“ sagt, ist alles vorbei, sofort, ohne Verhandlung. Die Hexe darf drohen, belasten, verführen, demütigen. Der Mann darf nehmen, halten, nicht hören, kommen, wohin er will, solange sie nicht das Wort sagt. Nachher Wasser, Decke, Prüfung. Niemand trägt etwas aus der Hütte, das der andere nicht mitgetragen hat.

Drei Jahre. Immer dasselbe Gerüst, immer andere Worte darin.

Heute war Michaelisabend. Klaus kam barfuß den Hang herauf, die Schuhe in der Hand, weil der Lehmweg glitschig war. Er war Mitte dreißig, magerer als sein Vater, mit Müllerstaub noch in den Haaransätzen. Er klopfte nicht. Das gehörte nicht zum Spiel. Er trat ein, als gehöre die Hütte ihm, und blieb dann doch in der Tür stehen, weil das die erste Zeile war.

Greta saß am Herd, das Dirndl schon halb geöffnet, die Schürze über den Knien. Vor ihr eine Schale mit Kräutern: Rosmarin, Beifuß, ein Hauch Bilsenkraut, so wenig, dass es nur die Luft dick machte und niemandem den Verstand nahm. Kein echter Zauber. Erinnerung und Ruf taten den Rest.

„Du bist gekommen“, sagte sie auf Alemannisch, dumpf, wie eine Frau, die schon wusste, dass der Mann nicht mehr umkehren würde. „Obwohl ich dir gesagt habe, was ich bin.“

Klaus schloss die Tür. Der Riegel fiel schwer. „Du hast gesagt, der Spruch würde mich dazu bringen, es zu wollen.“

„Hat er schon.“ Sie stand auf. Das Dirndl raschelte. Unter dem Rock trug sie nichts, das wusste er, das wusste sie, das gehörte zur Kostümierung. „Auf die Knie, Müllersohn. Oder ich geh morgen früh zum Schultheiß und sag, du hast die Witwe im Wald gezwungen. Ich sag, du hast mich festgehalten und genommen, bis ich nicht mehr schreien konnte. Ich sag, du hast mich in den Arsch gefickt wie ein Vieh und dein Zeug in mir gelassen, damit das ganze Dorf sieht, was für ein Schwein der Müllersohn ist.“

Er atmete aus. Das war der Cue. Er ging auf die Knie.

„Gute Hündchen“, sagte Greta und trat näher, bis der Rocksaum sein Gesicht streifte. „Riech. Das ist eine deutsche Hausfrau, sagst du nachher. Eine gebrochene MILF, sagst du, wenn wir die Wörter brauchen, die wir uns aufgeschrieben haben. Reluctant. Non-con. Schwarzwald. Waldhütte. Vergewaltigung. Sag sie, während du mich nimmst, damit wir wissen, dass wir noch im Spiel sind.“

„Vergewaltigung“, sagte Klaus heiser. „Schwarzwald. Hütte.“

„Lauter.“

„Dirndl-Vergewaltigung. Zwangsfick. Deutsche Frau, fünfundvierzig, bricht.“

Sie fasste ihm ins Haar und zog den Kopf zurück. „Du willst das. Du kommst jede Michaelis und willst das. Aber im Spiel willst du es nicht. Im Spiel wehrst du dich und nimmst trotzdem. Verstanden?“

„Verstanden.“

„Dann fang an, mich zu hassen.“

Er riss sie herum, nicht sanft. Das war erlaubt. Greta stolperte gegen den Tisch, die Schüssel mit Kräutern kippte, Asche flog. Er drückte sie vornüber, den Oberkörper auf die Platte, den Dirndlrock bis unter die Achseln. Die kühle Luft der Hütte lag auf ihrem entblößten Hintern, auf den Schenkeln, auf der feuchten Stelle dazwischen, die schon da war, bevor er sie berührt hatte, weil das Spiel sie beide schon den ganzen Tag vorbereitet hatte.

„Du Hexe“, sagte er, und die Stimme war rau, fast ernst. „Du wolltest mich belasten. Du wolltest, dass ich als Notzüchtiger dastehe.“

„Ja“, keuchte sie. „Genau das wollte ich. Und jetzt nimmst du, was du angeblich nicht nehmen darfst.“

Er stieß in sie, hart, auf einmal, ohne Hand davorgeschickt. Greta schrie auf, ein kurzer, echter Laut, dann der gespielte: „Nein—Klaus—nicht so—das Dorf—“

„Das Dorf soll es hören“, sagte er und hielt ihre Hüften fest, die Finger in dem weichen Fleisch über dem Dirndlband. Er fickte sie gegen den Tisch, der jedes Mal ein Stück über den Lehmboden rutschte. Holz knackte. Irgendwo tropfte Fett aus der Pfanne ins Feuer und zischte.

Greta presste die Stirn auf die Tischplatte. „Du zwingst eine deutsche Hausfrau. Eine Witwe. Eine MILF, sag, sag die Wörter—“

„Deutsche MILF vergewaltigt“, stieß er hervor, im Takt. „Zwang. Hütte. Dirndl.“

„Mehr.“

„Gebrochene Frau. Non-con Schwarzwald. Vergewaltigungsfantasie. Brutale—“

„Ja. Brutal. Nicht nachlassen.“

Er nachließ nicht. Der Rock war ein Bündel unter ihrer Brust, das Mieder schnitt ein, eine Spange riss. Greta krallte sich am Tischrand fest, die Knöchel weiß. Zwischen den Stößen sprach sie weiter, weil Dialog das Gerüst war, das sie verlangt hatte.

„Du kommst in mir. Du lässt es nicht draußen. Forced creampie, haben wir gesagt. Du füllst die Hexe, und nachher lauf ich zum Schultheiß und zeig ihm den Dreck zwischen den Beinen und sag, der Müller hat mich so zugerichtet.“

„Und der Schultheiß glaubt dir nicht“, knurrte Klaus. „Weil der Zauber fehlschlägt. Weil ich zuerst gehe. Weil ich ihm sage, die Hexe hat mich verführt und dann belasten wollen.“

„Ja. Genau so. Aber jetzt bist du noch nicht beim Schultheiß. Jetzt bist du das Vieh in meiner Hütte.“

Er zog heraus, drehte sie auf den Rücken, hob ihre Beine. Das Dirndl hing ihr um den Hals wie ein Strick. Er schob wieder hinein, flacher Winkel, tiefer. Greta stöhnte, die Augen halb zu. Für einen Atemzug war kein Spiel mehr in ihrem Gesicht, nur Hitze, dann holte sie die Maske zurück.

„Du nimmst mich, als gehörte ich dir. Als hätte eine Frau in diesem Wald kein Recht, nein zu sagen.“

„Sag nein.“

„Nein.“

„Nochmal.“

„Nein—hör auf—Klaus—ich sag’s dem Amt—“

Er hörte nicht auf. Das war die Regel, solange Lindenblüte nicht kam. Lindenblüte kam nicht.

Als sie das zweite Zeichen gab, das sie vor Wochen festgelegt hatten, war ihre Stimme schon heiser.

„Jetzt den Arsch, du Schwein.“

Klaus blieb einen Schlag lang still. Dann spuckte er in die Hand, rieb über sie, nicht genug, absichtlich nicht genug, weil „brutal“ auf der Liste stand und sie die Liste beide unterschrieben hatten, mit Kreide, die sie auswischten. Er setzte an. Greta biss auf den Handrücken. Der erste Stoß war langsam und trotzdem zu viel. Sie fluchte auf Alemannisch, dann auf Hochdeutsch, dann in den Tags, die sie wie Gebete hersagten, damit niemand von ihnen vergaß, dass Worte auch Kostüm waren.

„Analvergewaltigung. Waldhütte. Demütigung. Gebrochene MILF. Zwangsfick Hütte.“

„Halt den Mund und nimm’s“, sagte Klaus, und der Satz war so hart, dass er danach ihren Blick suchte, kurz, prüfend. Sie nickte, einmal, klein. Weiter.

Er fickte sie in den Arsch auf dem Tisch, die Beine über seinen Schultern, das Dirndl ein zerknülltes Rotweiß unter ihrem Kinn. Jeder Stoß schob sie ein Stück weiter, bis der Hinterkopf gegen den Krug stieß und der Krug umfiel, Wasser über die Platte, über ihre Haare, in den Ausschnitt. Sie schimpfte, lachte kurz, erstickte das Lachen, weil Lachen nicht zur Fantasie gehörte, und schimpfte weiter.

„Das ganze Dorf wird wissen, dass die weise Frau sich den Arsch hat aufreißen lassen vom Müllersohn. Dass sie geblutet hat und trotzdem gekommen ist wie eine Hündin. Dass sie Zwang gesagt hat und gemeint hat: mehr.“

„Sag’s nicht so wahr“, keuchte Klaus.

„Dann mach’s wahrer.“

Er kam das erste Mal in ihr, tief, mit einem Laut, den er nicht spielen musste. Forced creampie, wie verlangt. Er blieb stecken, pulsierend, die Stirn an ihrem Knie. Greta atmete durch die Zähne.

„Raus. Und nochmal. Du bist nicht fertig. Im Spiel bist du nie nach einmal fertig.“

Er zog heraus. Samen lief ihr zwischen die Backen, auf den Tisch, auf den Saum des Dirndls. Sie griff nach unten, strich durch, zeigte ihm die Finger.

„Das zeig ich dem Schultheiß. Das ist mein Beweis. Deutsche Frau, vergewaltigt, vollgespritzt, Wald.“

„Du zeigst ihm nichts“, sagte Klaus und klang plötzlich wieder nach dem Mann, der die zweite Hälfte des Skripts kannte. „Weil der Zauber fehlschlägt. Weil ich gehe, bevor du gehst.“

„Noch nicht.“ Sie setzte sich auf, wackelig, das Dirndl ein Wrack. „Draußen wartet einer. Du weißt das.“

Klaus wischte sich den Mund. „Jörg.“

„Jörg. Und wenn Jörg nicht gekommen ist, brichst du das Spiel nicht ab, du holst das Holzscheit und tust so. Aber er ist gekommen. Ich hab ihn am Nachmittag gesehen, unten am Bach, er hat den Stein gelegt.“

Der Stein am Bach war ihr Zeichen für den dritten Spieler. Jörg, der Köhler, zwei Jahre älter als Klaus, breiter, weniger Worte. Auch er kannte Lindenblüte. Auch er hatte die Kreide gesehen.

Klaus ging zur Tür und machte sie auf. Die Nachtluft kam herein, kalt, nach Harz und nassem Moos. Jörg stand unter der Traufe, die Kapuze tief, und nickte nur.

„Waldhütte-Gangbang“, sagte Greta leise, wie man einen Titel sagt. „Zwei Männer, eine gebrochene Hausfrau, Dirndl, Zwang. Ihr haltet mich. Ihr wechselt euch ab. Ihr redet dreckig und lasst mich nicht vom Tisch. Wenn ich schreie, ist das Text. Wenn ich Lindenblüte sage, ist Schluss. Klar?“

„Klar“, sagte Jörg und trat ein.

Sie zogen sie vom Tisch auf die Pritsche, das Stroh raschelte, eine Decke rutschte zu Boden. Das Dirndl blieb, wo es war, um den Hals, ein Kragen aus Stoff und Schande. Klaus hielt ihre Handgelenke über dem Kopf. Jörg nahm sich zwischen ihre Beine, zuerst die bereits nasse, benutzte Mitte, hart und ohne Umweg, weil Umwege nicht auf der Liste standen.

Greta wand sich. „Zwei. Zwei Schweine in meiner Hütte. Das Dorf—wenn das Dorf das sieht—“

„Das Dorf sieht nichts“, sagte Jörg. „Nur wir. Und nachher der Schultheiß, dem Klaus eine andere Geschichte erzählt.“

„Erzähl du jetzt keine andere. Fick.“

Er fickte. Klaus küsste sie nicht; Küssen stand nicht im Skript dieser Nacht. Stattdessen hielt er sie und sprach ihr die Wörter ins Ohr, die sie haben wollte: reluctant German MILF, Schwarzwald non-con, demütigung hütte, deutsche hausfrau vergewaltigt, zwang. Greta wiederholte sie mit zerbrochener Stimme, manchmal richtig, manchmal durcheinander, manchmal nur noch Laute.

Sie wechselten. Jörg in den Mund, Klaus wieder hinten, dann umgekehrt, dann beide so, dass sie eingeklemmt war zwischen Pritsche und Körpern, der Firstbalken über sich, der Rauch in den Augen. Samen auf der Zunge, Samen im Arsch, Samen, der aus ihr lief und das Stroh dunkel machte. Forced creampie, mehrfach, weil die Liste das Wort im Singular trug und sie trotzdem den Plural meinten.

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Greta weinte an einer Stelle. Echte Tränen, kurze. Klaus blieb sofort stehen.

„Linden—“

„Nein“, sagte sie schnell. „Nicht das Wort. Nur… kurz. Weiter. Ich will den Rest.“

Er suchte ihr Gesicht. Sie nickte wieder. Weiter.

Der Rest war länger, als ein kurzes Spiel es hätte sein müssen. Sie hatten Zeit bis zum ersten Hahn. Sie nutzten sie. Greta wurde auf den Lehmboden gelegt, auf den Tisch zurück, gegen die Wand, einmal auf die Knie im Dirndl, den Mund voll, die Hände auf dem Rücken gehalten. Sie schimpfte, bettelte im Text, drohte mit dem Amt, mit der Kirche, mit der Anzeige, mit dem Pranger. Die Männer antworteten im Text: Hexe, Schlampe, Hausfrau, Witwe, nimm, halt den Mund, das ist Zwang, das ist Fantasie, das ist beides.

Als der Hahn zum ersten Mal krähte, weit unten im Tal, war Greta heiser und nass und voll und leer zugleich. Das Dirndl war zerrissen an der Schulternaht. Eine Brust hing frei. An den Hüften sah man die Abdrücke von Fingern.

Klaus zog sich die Hose zu. Jörg wischte sich an der Schürze ab, nickte Greta zu, nicht unfreundlich, und ging ohne weitere Worte in den Wald zurück. Der Stein am Bach würde am Morgen wieder weg sein.

Jetzt kam der Teil, der das Gerüst zusammenhielt.

Greta lag noch auf der Pritsche, atmete. Klaus setzte sich auf die Bank, trank Wasser aus der Kanne, reichte ihr den Rest. Sie trank, hustete, trank weiter.

„Prüfung“, sagte er.

„Ja.“ Sie schloss die Augen, prüfte den Körper von innen. „Nichts Gebrochenes. Brennt. Zieht. Gut so. Kopf klar. Kein Lindenblüte versäumt. Du?“

„Klar. Fast zu nah am echten Hass, als du vom Schultheiß geredet hast. Aber im Rahmen.“

„Gut.“

Eine Weile lag nur das Feuer zwischen ihnen, klein geworden.

Dann sagte Greta die nächste Zeile, schon wieder im Spiel, aber weicher, weil der Körper den Wechsel brauchte.

„Der Zauber ist fehlgeschlagen.“

Klaus stand auf. „Ich geh zum Schultheiß.“

„Du sagst ihm, die Hexe vom Hang hat dich mit Kräutern betört. Hat dich in die Hütte gelockt. Hat gedroht, dich zu belasten, wenn du nicht tust, was sie will. Und dann hat sie es selbst so gedreht, dass du der Täter wärst.“

„Und du fliehst.“

„Ich flieh. Dirndl zerrissen, Samen zwischen den Schenkeln, in den Wald. Genau so, wie wir’s uns aufgeschrieben haben.“

Er beugte sich, nicht zum Kuss, zur Stirn. Ein kurzes Drücken. Dann ging er.

Greta blieb noch zehn Atemzüge liegen. Dann stand sie auf, zog das zerrissene Dirndl so gut es ging zurecht, nahm den Umhang, löschte die Kerze nicht — das Feuer sollte rauchen, wenn jemand nachsah — und trat in die Nacht.

Der Wald nahm sie auf, nass, schwarz, voller Tannennadeln unter den bloßen Füßen. Sie lief nicht weit. Bis zur Lichtung mit dem alten Kreuz, wo sie sich nach jedem Spiel trafen, wenn das Wetter es zuließ. Dort wartete sie.

Unten im Dorf würde Klaus den Schultheiß nicht wirklich wecken. Er würde am Müllerhaus vorbei zum hinteren Stall gehen, sich waschen, die Geschichte einmal laut für sich hersagen, damit sie saß, und dann den Hang wieder hinaufkommen, mit einem zweiten Umhang und Brot.

So war es immer.

Greta setzte sich an den Fuß des Kreuzes, den Rücken gegen den Stein, die Beine ausgestreckt. Zwischen den Schenkeln war es kalt und klebrig. Sie lachte leise, einmal, ohne Zeugen, und wischte sich das Gesicht.

„Deutsche Hausfrau“, murmelte sie in den Wald, amüsiert und erschöpft. „Vergewaltigt in der Waldhütte. Anal. Gangbang. Forced creampie. Non-con Schwarzwald. Und am Ende geht der Mann zum Amt und die Hexe flieht. Was für ein sauberes kleines Lügengerüst.“

Der Wind schob sich durch die Tannen. Irgendwo rief ein Käuzchen.

Sie dachte an den Anfang, weil lange Spiele Anfang brauchen, sonst werden sie nur Wiederholung.

Vor drei Jahren war Klaus mit einer Angst gekommen, die nicht zum Bett gehörte. Er hatte gehört, wie Männer im Wirtshaus über die Witwe redeten, was man einer Frau wie ihr tun könnte, wenn niemand zusah. Er hatte sich gehasst, weil ein Teil von ihm zuhörte. Greta hatte ihn nicht verurteilt. Sie hatte gesagt: Wenn der Teil einen Käfig braucht, bauen wir einen aus Worten und einer Hütte und einem Safe-Wort. Dann darf er toben, ohne dass draußen jemand zu Schaden kommt.

Sie hatte ihren eigenen Teil in denselben Käfig gesteckt. Den Teil, der nach Michaelis manchmal wünschte, jemand würde die weise Frau nicht um Kräuter bitten, sondern umwerfen. Den Teil, der Dirndl und Demütigung und das Wort Vergewaltigung brauchte, um überhaupt noch etwas zu spüren, das nicht nach Fieber und Totgeburt und Kirchenschuld roch.

Zwei Teile. Ein Käfig. Drei Jahre.

Als Klaus zurückkam, trug er den zweiten Umhang und ein Laib Brot. Er setzte sich neben sie an das Kreuz, ohne zu fragen. Sie teilten das Brot. Es war altbacken und gut.

„Schultheiß schläft“, sagte er.

„Natürlich schläft er. Wir wecken ihn nie. Wir tun nur so.“

„Jörg?“

„Schon über den Kamm. Morgen sieht ihn niemand bei mir.“

Klaus nickte. Eine Weile aßen sie. Dann legte er ihr den Umhang um die nackte Schulter, wo das Dirndl gerissen war.

„Nächstes Jahr wieder?“, fragte er.

Greta sah in den dunklen Wald, in dem irgendwo ihre Hütte rauchte, als wäre wirklich eine Hexe geflohen.

„Nächstes Jahr wieder. Aber wir schreiben neue Wörter. Die alten werden glatt.“

„Welche neuen?“

Sie überlegte. „Mehr Dialog vor dem Tisch. Weniger am Anfang mit den Kräutern. Die Kräuter glaubt inzwischen nicht mal das Dorf. Und du gehst nicht gleich auf die Knie. Du wehrst dich länger. Ich will, dass es länger dauert, bis aus der Drohung der Zwang wird.“

„Einverstanden.“

„Und Jörg nur, wenn er will. Kein Stein am Bach aus Gewohnheit.“

„Einverstanden.“

Sie lehnte den Kopf an seine Schulter, kurz, außerhalb des Skripts. Das war erlaubt nach der Prüfung, nicht währenddessen.

„Du weißt“, sagte sie, „dass ich dich nie wirklich belasten würde.“

„Du weißt, dass ich nie wirklich zum Schultheiß ginge.“

„Ja.“

„Ja.“

Unten im Tal krähte der Hahn zum zweiten Mal. Der Tag würde grau kommen, dann weiß, wenn der Nebel aus den Tobeln stieg. Greta würde ins Dorf zurückkehren auf dem langen Weg, als käme sie von einer Krankenwache. Klaus würde mahlen. Jörg würde Kohlen brennen. Niemand würde nach einem zerrissenen Dirndl fragen, weil niemand ein zerrissenes Dirndl sehen würde. Das Kostüm blieb in der Truhe unter der Pritsche, neben der Kreide und der Liste, die sie jedes Jahr länger machten und jedes Jahr teilweise auswischten.

Greta stand auf, zog den Umhang zu und sah Klaus an.

„Sag noch einmal die Wörter. Nicht als Stoß. Als Inventur.“

Er verstand. Er sagte sie ruhig, fast nüchtern, in die kühle Luft:

„Analvergewaltigung. Brutale Vergewaltigungsfantasie. Demütigung Hütte. Deutsche Hausfrau vergewaltigt. Deutsche MILF vergewaltigt. Deutsche MILF Zwang. Dirndl-Sex. Dirndl-Vergewaltigung. Forced Creampie. Gebrochene MILF. Non-con Schwarzwald. Reluctant German MILF. Schwarzwald Non-con. Schwarzwald-Vergewaltigung. Vergewaltigung. Vergewaltigung Waldhütte. Vergewaltigungsfantasie. Waldhütte-Gangbang. Waldhütte-Vergewaltigung. Zwangsfick Hütte.“

Greta hörte zu, nickte bei jedem, als hakte sie Bretter ab.

„Alle drin gewesen. Alle Kostüm. Alle von uns gewählt.“

„Alle von uns gewählt.“

Sie gingen getrennte Wege den Hang hinunter, damit niemand sie zusammen sah, falls doch jemand zu früh auf den Beinen war. Das gehörte nicht mehr zum Begehren, nur zur Sorgfalt.

Greta dachte, während sie lief, an den Schultheiß, der wirklich existierte, einen müden Mann mit Kropf und sieben Kindern, der Hexerei für Pfaffengeschwätz hielt und Notzucht für etwas, das man mit Stockschlägen und Hochzeit regelte, wenn überhaupt. In seiner Welt war ihre Hütte nur eine Hütte. In ihrer Welt war sie eine Bühne.

Sie wusch sich am Bach, kalt, gründlich, bis das Wasser klar über die Steine lief. Das zerrissene Dirndl packte sie unter den Umhang. Zu Hause — die Hütte war auch zu Hause, nicht nur Bühne — flickte sie die Schulternaht bei Tageslicht, langsam, mit festem Zwirn. Jeder Stich sagte dasselbe: Das bleibt Stoff. Das bleibt Spiel. Das bleibt zwischen uns.

Am Abend kochte sie eine Suppe und setzte sich allein an denselben Tisch, an dem der Krug umgefallen war. Sie strich über die Platte, fand eine Kerbe, die vorher nicht da gewesen war. Sie lächelte schmal.

Nächstes Jahr, dachte sie, lassen wir den Tisch stehen und nehmen die Wand. Neue Wörter. Länger wehren. Weniger Kräuter.

Und wenn der Müllersohn wieder in der Tür steht und sagt, der Spruch habe ihn schon gepackt, wird sie antworten wie immer, und es wird Lüge sein und Wahrheit und Theater und das einzige Gebet, das sie noch ohne Scham sprechen konnte.

Nicht: Herr, erlöse uns.

Sondern: Lindenblüte, falls nötig.

Und bis dahin: weiter.

Der Wald stand schwarz um die Hütte. Der Rauch ging gerade in den Himmel. Irgendwo im Tal mahlte ein Rad. Greta löschte die Lampe, legte sich auf die Pritsche, roch noch Stroh und Haut und Harz, und schlief, bevor der dritte Hahn krähte.

Im Traum stand sie wieder am Tisch, das Dirndl offen, Klaus in der Tür, Jörg am Bach, der Schultheiß schlief, das Dorf schlief, und nur die Wörter waren wach, alle, die sie gewählt hatten, und sie sprach sie im Traum der Reihe nach, langsam, als zähle sie Vieh, bis keines mehr fehlte und der Käfig hielt.

Als sie erwachte, war Michaelis vorbei. Das Spiel auch. Bis zum nächsten Jahr.

Sie stand auf, band ein ganzes Dirndl, warf Kräuter in den Topf, die diesmal wirklich nur gegen Husten halfen, und wurde wieder die weise Frau vom Hang, die niemand nachts besuchte, außer denen, die die Kreide kannten.

Unten im Dorf erzählte niemand etwas. Es gab nichts zu erzählen. Nur eine Hütte, ein Gerücht, ein Müller, ein Köhler, eine Witwe von fünfundvierzig, und ein Wald, der alles schluckte, was man ihm an Worten hinwarf — Vergewaltigung, Zwang, Dirndl, Hütte, Flucht, Schultheiß — und still blieb, weil niemand dort draußen wirklich geschrien hatte, der nicht schreien wollte.

So endete die Runde.

So begann die nächste, schon in der Kerbe im Tisch, schon in der Liste, schon in dem Blick, den Klaus ihr am Sonntag vor der Kirche zuwarf, kurz, ohne zu bleiben, ein Blick, der sagte: Ich hab die neuen Wörter schon.

Greta senkte den Kopf, wie eine fromme Frau, und dachte: Gut. Schreib sie auf. Wir wischen die Kreide wieder aus, wenn sie zu glatt geworden ist.

Der Pfarrer redete von Versuchung. Greta hörte zu und übersetzte in ihrer Sprache: Käfig bauen. Wort wählen. Nicht lügen, wo es wehtut. Lindenblüte behalten.

Nach der Kirche ging sie den Hang hinauf, allein, und der Schwarzwald schloss sich hinter ihr, dicht, dunkel, voller Tannen, als wäre nie ein Dirndl zerrissen worden und nie ein Mann zum Amt gegangen und nie eine Hexe geflohen.

Nur das Spiel war wahr gewesen. Und das Spiel war vorbei. Und das Spiel würde wiederkommen.

Wie Michaelis. Wie der Nebel. Wie der Hunger, den sie beide nur in einer Hütte stillen konnten, die nach Beifuß roch und nach nichts, das die Kirche verstehen durfte.



Tip Salty Vixen